Wandertouren Rundwanderung von Burgweiler durch das Burgweiler Ried



Start: Bahnhof Burgweiler
Ziel: Bahnhof Burgweiler
Strecke: 9,6 km
Dauer: ca. 2:45 h
Höhenunterschied: ca. 644 m

 Unser Weg führt uns rechts vom Haltepunkt aus bis zur Straßeneinmündung, nun folgen wir dem wirklichen alten Wegweiser des D.D.A.C. nach Burgweiler. Am Straßenende links, dann leicht an Höhe verlierend laufen wir die „Zehntstraße“ bis zur Ortsmitte hinab. Hier finden wir eine Informationstafel über die „Wilde Moorlandschaft Pfrunger-Burgweiler Ried“ und erhalten damit erste Impressionen oder holen uns Anregungen für eine der nächsten geplanten Wanderungen oder auch Radtouren.
Die Kreuzung wird überquert und der „Burgweg“ leitet uns zur alten Burganlage mit ihren Informationstafeln. Links kann die erhöht gelegene Dorfkirche besichtigt werden.
An nun folgen wir konsequent der Beschilderung „Moorlehrpfad“. Der Burghügel ohne Burg wird fast umrundet, nun geht es in den Wald. Das kurze Waldstück wird auf schmalem Weg durchquert, nun nach rechts dem Waldweg nach bis zum Waldrand. Auf diesen extensiv genutzten Riedwiesen werden Robustrinder gehalten (u.a. Scottish Highlands, Galloways, Belted Galloways, Heckrinder, Pinzgauer und Limousin), denen wir mit etwas Glück begegnen können. Wir folgen dem Waldrand und der Beschilderung bis zur Einmündung der Teerstraße. Hier ist eine kleine Rastbank zu finden.
Hier finden wir den Hinweis „Torfstich“, dies ist unser nächstes Ziel, also direkt auf dem Weg zwischen den beiden Viehkoppeln auf das kleine Waldstück zu. Genau hier sind die Geisterspinnen zu finden, sie haben bereits einige Bäume komplett verhüllt. Aufmerksam durchqueren wir dieses kleine Waldgebiet und finden einen kleinen Steg, damit überqueren wir den kleinen Graben.
Weiter geht es links, nun erst einmal dem Graben und der Ausschilderung nach, erreichen wir im nächsten Wald den kleinen Torfstich mit seiner Infotafel. Hier konnten wir sogar den seltenen Moorfrosch beobachten. Der Weg führt uns nun weiter zu einem der Bannwälder, also wir verlassen keine Wege und entnehmen auch keine Pflanzen. Bitte beachten, hier ist der Bärlapp zu finden, manche verwechseln ihn mit dem Torfmoos, dieser ist in allen Pflanzenteilen hoch giftig, soll aber gegen Hexen helfen!
Genussvoll genießen wir diesen Wegabschnitt, weiter geht es durch diese Idylle, ein Baumscheibenweg führt uns zu einer Wegkreuzung. Nun folgen wir dem Hinweis "Fünfeckweiher", unterwegs können wir an den vorhandenen Informationstafeln unser Fachwissen ständig ergänzen.
Wir haben über den erhöht liegenden Bohlensteg den Fünfeckweiher erreicht und erfreuen Augen, Leib und Seele von der vorhandenen Aussichtsplattform aus, hier sind auch genügend Rastbänke für uns Wanderer vorhanden. Der Bohlenweg führt uns weiter bis an den Tiefenbach, wir überqueren ihn auf einer Brücke. Unser Weg hat sich wieder einmal gewandelt, wir sind auf mit Mulch abgedeckten Knüppeln oder Baumscheiben unterwegs, große Wurzeln und purer Riedboden wechseln sich ab. Unser nächstes Ziel ist erreicht, wir sind an der Aussichtsplattform „Tisch“ angekommen und erhalten weitere Informationen über diesen Bannwald. Der Weg führt uns weiter bis zum Hornungsgraben, den wir über eine Brücke passieren.
Der direkt Weg entlang des Hornungsgraben ist die kürzeste Strecke zurück nach Burgweiler, allerdings sagt er uns durch seinen feinen Kies und so gut wie keinen Schatten auf diesen etwa 3,5 km nicht sehr zu. Darum unser Vorschlag, wir investieren weitere 350m und laufen auf unmarkierten Weg direkt durch den Hornung, das links liegende Bannwaldgebiet.
Also gehen wir hinter der Brücke rechts und erreichen gleich eine größere Wegkreuzung, hier berühren wir den Vermessungslehrpfad der von Ostrach hierher führt. An dieser Wegkreuzung befindet sich eine große Rastbank mit Tisch, leider in der Sonne, auf der anderen Seite des Hornungsgrabens ist eine kleine Bank neben der Informationstafel im Schatten vorhanden.
Links an der großen Rastbank vorbei gehen wir direkt auf den Waldrand zu, nicht der Beschilderung „Ostrach“ folgend direkt in den Wald hinein. Wir halten uns weiter links und gehen nun immer gerade aus leicht steigend in den Gewann Hornung hinein. Der Wegverlauf ist also fast gerade aus, mit leichten Touch nach links. Wir erreichen den Waldrand und sind nun wieder auf dem markierten Weg.
Ab hier sind wir wieder auf einer Teerstraße unterwegs, sie führt uns nun direkt auf das „Grenzsteinmuseum“ zu. Dieses frei zugängliche Gelände, ca. 3.500m² groß, bildet die hügelige Endmoränenlandschaft des Ostracher Gebietes im Maßstab 1 : 200 nach. Wir erhalten hier einen Einblick in den ehemaligen Grenzverlauf zur nachnapoleonischer Zeit, als hier bei Ostrach die Staatsgebiete von Baden, Württemberg und Hohenzollern (also Preußen) aufeinandertrafen.
Nach diesem Rückblick in diese Zeiten führt uns die Teerstraße zurück bis zum Burghügel von Burgweiler. Auf nun bereits bekannten Weg gehen wir zurück zum Haltepunkt Burgweiler und warten dort auf die Ankunft des "Radexpress Oberschwaben".


Ausflugsziele

Fahrplanauskunft

Am Kreuzberg 14, 88356 Ostrach